Freitag, 21. Dezember 2012

Sydney




Really impressive skyline! The City is nice but everyone seems a bit stressed, running around shouting in his or her iphone. People in Sydney don't go for a jog. They seem to be fleeing from some invisible huge, ugly spider, considering the pace they rush through the City.
We did a whale watching cruise but didn't see any whales... gonna try again in March.
Taronga Zoo is just like any other Zoo, except the amazing view you have on the skyline (photo) and a great seal show.

Sydney's beaches are beautiful! Saw Palm Beach where you have loads of kite surfers and Bondi Beach where you can't see the Sand on weekends. Bronte and another one called something like Tamaramahamaha are also really nice.


Mittwoch, 14. November 2012

Der Flug

Wir stehen also am Frankfurter Flughafen und meine Schuhe fuehlen sich seltsam an. Ich sage zu meiner Mutter: "Ich glaube ich habe was unterm Schuh." Ich trage alte Wanderschuhe meiner Mutter, die sie damals schon gebraucht gekauft hatte. Nun guckt sie unter meine Sohle und schnappt hoerbar nach Luft. "Die Sohle loest sich!" "Shit und jetzt?" "Ach lass sie einfach an und kauf dir in Australien Kleber." Nagut. Die Schuhe werden getaped, Einchecken, Gepaeck abgeben, Sicherheitskontrolle. Endlich sitzen wir im Flieger und heben ab. Mein Hals tut weh und meine Nase laeuft. Es gibt Lamm, Mousse au Chocolat und Snacks. Wir schlafen bis zum Fruehstueck durch. In Singapore muessen wir aussteigen weil das Flugzeug gereinigt wird. Ich komme nur mit viel Kraft und Gewalt in meine getapeten Schuhe. Mein Stimme hat sich verabschiedet.
Zurueck im Flugzeug: ein neuer Sitznachbar. Er ist Tscheche und redet gern. Da ich keine Stimme habe laechle ich nett und nicke bis er aufgibt und ich schlafen kann.

In Sydney angekommen habe ich nicht nur keine Stimme sondern auch keine Sohlen mehr. Das Tape loest sich und mit ihm die komplette Sohle. Ich reisse sie ab und gehe ohne Sohle zur Passkontrolle, hole meinen Koffer und wechsele die Schuhe. Immerhin ein Grund shoppen zu gehen...

Den ersten Tag in Sydney verbringe ich mit Schlafen und gesund werden. Die naechste Mission heisst: Auto kaufen!!

Dienstag, 30. Oktober 2012

Ein September voller Türen

Ich hab es also geschafft. Mit meiner Stauballergie fünf Wochen lang in einer versifften WG zu wohnen war in der Tat eine echte Herausforderung! Dennoch habe ich durchgehalten. Den anfänglichen Frust habe ich auch überwunden und den Job einfach knallhart durchgezogen. Ich habe wirklich nette Leute kennen gelernt - und auch nicht so nette. Ich habe viel über Kommunikation gelernt und sicherlich an Selbstbewusstsein gewonnen. Und ich musste den Kapitalismus für mich neu definieren.

Die Firma Wosser (Name von der Redaktion geändert) ist ein Werbefirma, die mit gemeinnützlichen Organisationen zusammenarbeitet. Sie gibt sich locker und freundlich. Es herrscht eine nahezu familiäre Stimmung. Die Mitarbeiter sind jung und dynamisch und witzig. Und alle sind absolut überzeugt von der Arbeit und der Meinung, dass es der beste Studentenjob ist, den man machen kann. Denn, so wird oft betont, wenn man den Job erfolgreich macht, kann man hier sehr viel verdienen.

Mir fällt vieles was ich mache ziemlich leicht. In vielen Dingen bin ich überdurchschnittlich gut. Durch die Schule bin ich mit wenig Aufwand gekommen und habe doch ein gutes Abi gemacht. Deshalb dachte ich: "Das werde ich schon schaffen. Fünf Mitglieder am Tag zu werben ist also der Durchschnitt. Na das schaff ich doch locker!" Dem war aber nicht so. Und ich musste lernen: Für schwache Leistungen ist hier kein Platz. Zwar wurde ich nicht nach Hause geschickt, allerdings wird in diesem Job deine Qualität als Person daran gemessen, wie gut du schreibst. Du definierst dich über Leistung. Und wenn du keine gute Leistung bringst erhälst du eben weniger Wertschätzung. So musste ich mir anhöre als ich nass bis auf die Knochen im Sintflutregen stand und meinen Teamchef bat mich abzuholen: "Tja, wenn du jetzt jemand wärst der am Tag seine zehn Leute schreibt, okay. Aber so ist mir das zu viel Aufwand, ich bin doch kein Fahrdienst."

Die Firma biete zwar einen Mindestlohn für die Leute die wirklich schlecht schreiben und so mit der Provision nichts verdienen würden. Aber so ist das eigentlich nicht gedacht. Man wird quasi rausgeekelt bevor man Wosser (s.o.) noch länger auf der Tasche liegen kann. Von Menschlichkeit oder Nächstenliebe bleibt nichts übrig. Kapitalismus von seiner unmenschlichsten Seite.

Freitag, 7. September 2012

Die erste Woche

So ich hab nun schon fast eine Woche werben hinter mir und hab auch schon eine Menge gelernt. Vor allem: mit Misserfolgen umzugehen, denn obwohl mir klar war, dass der Job mit Frustration verbunden sein wird, ist es doch eine Spur härter als erwartet, da ich grundsätzlich ein sehr höflicher Mensch bin und es nicht gewohnt bin beschimpft, abgewiesen oder erniedrigt zu werden.
Ansonsten ist der Job auf jeden Fall abwechslungsreich. Man trifft eine breite Spannweite von unterschiedlichen Menschen mit unterschiedlichen Einkommen, Häusern, Einstellungen etc. Jede neue Tür ist eine Überraschung aber leider auch meistens eine Enttäuschung. 
Nach drei Katastrophen-Tagen mit nur insgesamt zwei Mitgliedern, konnte ich heute immerhin vier Leute für die Johanniter gewinnen und bin mega happy.

Nächste Woche starte ich dann richtig durch.

Auch wenn mir die Motivation ab und zu flöten geht...

Egal ist ja für ne gute Sache...

...nämlich meinen Australientrip ;)

Donnerstag, 30. August 2012

Nur noch kurz die Welt retten...

Auf gehts am Wochenende zu meinem dritten Job diesen Sommer. Nach langweiligen drei Wochen in der Apotheke meiner Eltern mit Mitarbeitern die mich leider hassen, weil sie in mir das verwöhnte Balg vom Chef sehen, das ihnen den Job streitig machen könnte, bin ich nun bereit für was Neues. Nämlich: Fundraising.
Quasi alle, denen ich erzähle, dass mein nächster Job sein wird von Haus zu Haus zu gehen und Fördermitglieder fürs DRK zu werben, kräuseln ihre Stirn, gucken mich ungläubig an und fragen: "Und das willst du wirklich tun?" "Ist das nicht gefährlich, wer weiß wer dir da die Tür aufmacht..." oder "Was?? Dafür kriegt man Geld?"
Am allerbesten war die Reaktion einer Freundin meiner Eltern, die prompt sagte "Ernsthaft? Mit meinen Beiträgen werden also Leute bezahlt um noch mehr Geld zu holen?? Ich tret sofort aus dem DRK aus! Da fall ich ja direkt vom Glauben ab!"
Krass. Was ne Ironie, da hab ich doch glatt schon jemanden ABgeworben?! Wie gut, dass das DRK das nich weiß, bzw. die Firma die mich eingestellt hat, sonst wäre ich den Job sicherlich schon los bevor ich überhaupt anfangen konnte.
Naja... das wird schon.

Dienstag, 21. August 2012

Republikaner

Dass Republikaner lästige Tierchen sind, wusste ich schon immer, doch heute las ich etwas, das sich in Abartigkeit und Wiedersprüchlichkeit kaum übertreffen lässt.

Zunächst ging es um den Republikaner Todd Akin. Dieser hat scheinbar in einem Interview eine zutiefst kontroverse Äußerung über Abtreibung von sich gegeben. Mit vielen Ansichten der Repubklikaner konnte ich mich einfach noch nie anfreunden. Ihre Einstellung zu Abtreibungen steht da ganz vorn.
Akin jedoch schießt den Vogel ab, wenn er ernsthaft öffentlich kund gibt, bei einer "richtigen" Vergewaltigung würde man ja gar nicht schwanger werden, da der weibliche Körper dies verhindern könne...

Aha. Wäre ich nicht so erbost über diese hirnlose Äußerung, ich würde brüllen vor lachen. Akin ist studierter Theologe und mit Sicherheit ein gottesfürchtiger Mensch, der seinen Kreuzzug für den Schutz von ungeborenem Leben im christlichen Glauben gerechtfertigt sieht.
Nicht ganz so repektvoll erwies sich jedoch der Republikaner der bei einer "Bildungsreise" in Israel im letzten Sommer nackt in den See Genezareth sprang...

Jaja, die Wege der Konservativen sind unergründlich...

http://www.fr-online.de/weblog--countdown-fuer-obama/republikaner-im-wahlkampf-todd-akin-auf-abwegen,11777598,16931058.html

Dienstag, 7. August 2012

Butting

Lange war ich am Grübeln. Habe hin und her überlegt. War in Berlin bei einer unglaublich teuren, komplexen Berufsberatung mit Begabungsanalyse. Nichts konnte so richtig helfen. Ich war immernoch arg unentschlossen und verwirrt.
Doch nun habe ich eine Entscheidung getroffen. Ich konnte mich endlich durchringen und glaube, dies ist das Richtige für mich:
Ich werde Profi-Packer bei Butting!!

Alles begann mit einer Panikreaktion vor ungefähr sechs Wochen. Ich war auf der Suche nach etwas, womit ich mich die nächsten drei Monate beschäftigen könnte und wenn man in Knesebeck wohnt und nicht besonders kreativ ist, dann arbeitet man in den Ferien bei Butting. Ich rief also an und fragte nach einem Nebenjob, aber sie wollten mir nur einen Ferienjob geben und setzten mich auf die Warteliste. Vor drei Wochen dann der Anruf:
-"Sie sind nachgerückt und fangen Montag an."
Woop Woop! Ich habe einen Job!
-"Ach und für die Ausrüstung müssen sie selber aufkommen"
Ausrüstung?
"Ja sie benötigen Stahlkappenschuhe."
WTF?!

Am folgenden Montag stand ich dann mit meinen neu erworbenen Stahlkappenschuhen im Lager und Versand der Firma Butting. Alle starrten mich an. Was ist da los? Hab ich mich etwa bekleckert? Kurz die Umgebung abgesucht und mir war klar: Ich war das einzige weibliche Wesen in der gesamten Halle.
Okay. Egal das krieg ich hin. Ich bin mit zwei älteren Brüdern groß geworden.
-"Judith du arbeitest mit Enrico"
-*pfeifen*johlen* "War ja klar das du die Frau kriegst"
Mhh oder vielleicht doch nicht?!

Zwei einhalb Wochen später steht fest: der Job ist echt spaßig. Hat man sich erstmal an die Sprüche gewöhnt ("Der muss stinken", "Steck ihn rein. *grinsen* Also jetzt das Band ne", "Binden. Wie bei euch Frauen", "Aach brauchst doch nicht rot werden.") und sieht man darüber hinweg, dass mir die Jungs des Öfteren nicht ins Gesicht gucken, sondern sich ihr Blick etwas weiter nach unten verirrt, sind es doch alles liebe Menschen mit denen man viel lachen kann, sodass die körperlich doch recht schwere Arbeit leicht fällt.

Ich jedenfalls denke mir so: Australien? Quatsch wer will denn da hin? Studieren? Neee ich mach ne Lehre bei Butting, wohn zu Hause, werde Profi-Packer und bleibe mein Leben lang in Knesebeck. Klingt nach einem unkomplizierte und entspannten Leben...

Aber irgendwie dann doch ein wenig eintönig oder?
Nee dann doch lieber President of the United States of America....